Reisebericht von der Israelreise 2009 mit Daniel und Isolde Müller

1. Tag   | 2. Tag   | 3. Tag   | 4. Tag   | 5. Tag   | 6. Tag   | 7. Tag   | 8. Tag   | 9. Tag   | 10. Tag

1. Tag - 8. September 2009

Heute am Dienstag, dem 08. September, beginnt die Israelreise 2009. Voller Erwartung und Vorfreude stiegen wir in das Flugzeug. Nach 3,5 Stunden entspanntem Flug landeten wir auch schon in Tel Aviv. Israel erwartete uns mit 30 Grad und strahlendem Himmel. Nach der Ankunft begaben wir uns zu den Bussen und nach einem kurzen Stop auf dem Ölberg, wo wir einen ersten wunderbaren Ausblick auf Jerusalem hatten, fuhren wir zum Hotel Crowne Plaza in Jerusalem.

Nachdem wir alle unsere Zimmer bezogen hatten, ging es auch schon zum Abendessen. Uns alle erwartete ein vielfältiges Buffet mit kulinarischen Köstlichkeiten. Anschließend trafen wir uns alle, um gemeinsam Gott zu danken und ihn um eine Reise voll Zeichen und Wunder zu bitten. Des Weiteren wurde an diesem Abend alle noch offenstehenden organisatorischen Fragen beantwortetet und der Gruppe Informationen weitergegeben.
Zufrieden und glücklich fielen wir alle in unsere Betten - gespannt was der morgige Tag bringen wird.

2. Tag - Mittwoch 09.09.2009

Nach einem reichhaltigen Frühstück fuhren wir mit unseren Bussen auf den Ölberg. Dort hatte wir einen erstaunlichen Panoramablick auf Jerusalem. Von dort oben wurde uns erklärt und gezeigt, wo Jesus gewirkt hatte und welchen Platz Jerusalem damals und heute in der Geschichte einnimmt. Danach gingen wir zu Fuß zum Garten Gethsemane, den „Palmsonntagweg“ hinunter. Nachdem wir die uralten Ölbäume, die zum Teil schon zu Jesus Zeiten waren, bewundert hatten, ließen wir uns im Garten nieder, um von Gott zu hören.

Bewegt lauschten wir, was Daniel Müller uns zu sagen hatte. Er machte uns deutlich, wie wichtig die Zeit mit Gott ist. Jesus hat an diesem Ort gebetet: Vater, wenn es möglich ist, lass diesen Kelch an mir vorüber gehen. Nicht mein, sondern dein Wille geschehe. Matth. 26, 39. Jesus hat nicht aufgegeben sondern gehorchte seinem Vater. Der Vater wollte, dass sein Sohn diesen Leidensweg geht, damit wir eine Beziehung mit ihm haben können und ihn Vater nennen dürfen.

Danach fuhren wir zum Teich Bethesda, wo Jesus den Gelähmten heilte. Daniel Müller führte uns vor Augen, wie es damals zu Jesu Zeiten war, als Jesus ihn fragte: Willst du gesund werden? Anschließend gingen wir in die Altstadt von Jerusalem. Dort gingen wir ein Stück die Via Dolorosa (Kreuzesweg Jesu) und bekamen einen kleinen Eindruck, was Jesus alles ertragen hatte.

Nach einem erlebnisreichen Morgen erwartete uns mitten in Jerusalem zum Mittagessen die Israelische Spezialität Falaffel. Gestärkt besuchten wir dann die Grabeskirche und fuhren gleich weiter zum Gartengrab. Dani Walter, unser israelischer Reiseleiter, erklärte uns unter anderem, wie es dazu kam, dass der Leichnam von Jesus in einem Felsengrab lag. An diesem Ort der Auferstehung priesen wir Gott. Daniel Müller hielt eine kurze Andacht und danach besuchten wir noch Golgatha.

Vollgepackt mit Eindrücken fuhren wir in das Hotel zurück, wonach jeder Zeit hatte sich ein wenig auszuruhen und das Erlebte zu verarbeiten. Auch heute Abend hatten wir ein überwältigend vielfältiges Essensbuffet. Danach fuhren wir noch in die Negef-Wüste um dort in einem Beduinenzelt den Abend mit Gottes Wort ausklingen zu lassen. Wir fühlten uns alle wie Beduinen, als wir es uns in dem Zelt gemütlich machten. Der Tag endete mit einer Predigt von Isolde Müller über das Thema Das Lachen des Unglaubens, als Sara lachte, als Gott das Unmögliche möglich machen wollte.

3. Tag - Donnerstag 10.09.2009

Nach dem Frühstück hatten wir eine Andacht. Um 8.00 Uhr kam Frau Pollak von der Jerusalem Foundation und begrüßte unsere Gruppe herzlich. Sie bedankte sich, dass wir heute das 41. Projekt, einen Kindergarten, einweihen können. Auch stellvertretend für die israelischen Familien, deren Kinder diesen Kindergarten besuchen werden, sprach sie ihren Dank aus.


Anschließend fuhren wir zu dem Kindergarten, der von den Spenden der Freunde des Missionswerk Karlsruhe renoviert werden konnte. Dort wurden wir sehr herzlich mit Obst und Kuchen empfangen. Es berührte unsere Herzen, als die Kinder voller Freude uns einige Lieder sangen. An der Außenwand des Kindergartens wurde eine Dankestafel angebracht, für das Missionswerk und alle Freunde, die dafür gespendet haben.

Gleich danach fuhren wir weiter nach Efrat. Einer der einflussreichsten Rabbi in Israel hat Daniel Müller und seine Gruppe dort eingeladen. Wir trafen ihn in einer seiner Schulen, die er vor allem für behinderte und hilfesuchende junge Menschen aufgebaut hat und das auch vom Missionswerk unterstützt wird. Wir wurden dort herzlich empfangen. Rabbi Riskin sprach über den Wert, den jeder Mensch hat und dass alles, was wir tun, von Exzellenz geprägt sein soll. Daniel Müller erhielt stellvertretend für das Missionswerk eine Schale aus Ton, in der die 7 Früchte des Landes eingraviert sind.

Als weiterer Programmpunkt war nun der Gang auf der Stadtmauer. Wir stiegen hinauf auf die Mauer und hatten den Blick über Jerusalem. Zum ersten Mal stand dort eine Gruppe vom Missionswerk. Es war bewegend, als wir unsere Hände ausstreckten über Jerusalem um für die Stadt zu beten und sie zu segnen, wie es auch in der Bibel geschrieben steht.

Danach wurden wir in ein Restaurant direkt an der Stadtmauer geführt, wo wir ein leckeres Mittagessen hatten. Nach dem Essen fuhren wir mit dem Bus weiter zu den Tempelstufen. Es war bewegend und ergreifend auf denselben Stufen zu stehen, auf denen Jesus in den Tempel ging. Wir saßen auf den Tempelstufen und Daniel Müller führte uns die Begebenheit vor Augen, wie damals David die Gegenwart Gottes in Form der Bundeslade nach Jerusalem in den Tempel holen wollte. Auf dem Weg dorthin musste er einen Zwischenstopp machen und brachte die Bundeslade bei einem Mann namens Obed Edom unter. Obed Edom`s Haus war erfüllt mit der Herrlichkeit des Herrn. Er wollte sie gar nicht mehr zurückgeben, sondern reiste mit seiner ganzen Familie nach Jerusalem, um der Lade nahe zu sein. Daniel Müller machte uns klar, dass auch wir ein Verlangen nach der Gegenwart haben sollen.

Zum Schluss unseres Nachmittagsprogrammes fuhren wir zum Teich Shiloa, wo Jesus den blinden Mann heilte. Isolde Müller sprach direkt in unsere Herzen, dass Gott uns auch heute noch heilen möchte auf seine ganz individuelle Weise. Der Blinde musste zum Teich gehen um sich zu waschen. Hätte er es nicht getan, wäre er nicht geheilt worden. Wir müssen auch unseren Teil dazu beitragen, dass das Wunder geschehen kann. Jesus ist auch heute noch derselbe, wenn wir zu ihm kommen.

Nach einem wunderbaren Abendessen hatten wir noch eine Abendandacht. Erfüllt und gestärkt fielen wir in unsere Betten.

4. Tag - Freitag 11.09.2009

Heute ist der Tag, an dem wir Jerusalem verlassen und an den See Genezareth fahren. Nach dem Frühstück stiegen wir in die Busse, um in die Wüste Judäa zu fahren. Wir hatten alle einen unglaublichen Panoramablick über die Wüste oberhalb des Baches Krit, wo Gott den Elia durch einen Raben versorgte. An einem überdachten Platz hörten wir eine Predigt von Daniel Müller über Elia. Elia war einer der größten Propheten und Gott hat ihn mächtig gebraucht. Aber auch er hatte Prüfungen in seinem Leben, wie jeder von uns. Voller Angst floh er vor der Königin Isebel in die Wüste. Dort fragte ihn Gott: Was tust du hier? Laufen wir nicht auch oft davon, obwohl Gott schon seine Macht in unserem Leben deutlich gezeigt hat? Laufe nicht davon. Gott ist mit dir und versorgt dich. Nach dieser Andacht fuhren wir hinunter an das Tote Meer, 400 Meter unter dem Meeresspiegel. Was uns da erwartete war atemberaubend. Wir sahen mit eigenen Augen die Vision von Hesekiel, in Hesekiel Kapitel 47, in Erfüllung gehen. Da wo vor einigen Jahren noch Salzwasser vom Toten Meer war, sehen wir jetzt einen Süßwassersee mit unzähligen Fischen darin.

Quelle am Toten Meer
Quelle am Toten Meer

Erstaunlich ist, dass dieses Wasser direkt unterirdisch von den Bergen Jerusalems herunter kommt, nämlich genau vom Tempelberg. Isolde Müller brachte uns in einer Andacht nahe, dass wir in unserem Leben dieses Wasser aus dem Heiligtum brauchen. In diesem Wasser ist alles enthalten, auch Heilung und Wiederherstellung. So wie aus Salzwasser Süßwasser wurde, so macht Jesus aus der Salzwüste unseres Lebens etwas Neues und Frisches.

Anschließend fuhren wir nach Qumran um dort ein köstliches israelische Mittagessen zu genießen. Die Gruppe hatte dort eine Führung durch die Ausgrabungsstätte, wo die Schriftrollen von Jesaja gefunden wurden. Eine besondere Attraktion war das Baden im Toten Meer. Dabei hatte jeder die Gelegenheit, sich mit dem berühmten Mineralschlamm einzureiben. Wir hatten alle viel Spaß und genossen die Zeit. Gegen 4 Uhr ging es dann weiter zu unserem nächsten Domizil, dem Kibbuz Maagan am See Genezareth. Wir fuhren an der jordanischen Grenze entlang, vorbei an überaus fruchtbaren Feldern und Plantagen. Im Kibbuz angekommen wurden wir herzlich empfangen. Wir bezogen unsere Zimmer, die direkt am See liegen. Nach einem wunderbaren Abendessen hatten wir den Abend zur freien Verfügung.

5. Tag - Samstag 12.09.2009

Mit einem atemberaubenden Sonnenaufgang begannen wir den Tag. Von unserem Speisesaal aus haben wir einen herrlichen Blick über den See mit Palmen, Bananenstauden und Blumen. Unsere erste Station an diesem Tag war die Bootsfahrt auf dem See. Die Atmosphäre auf dem Boot war so stark, dass wir Jesus ganz nah spürten. Man konnte meinen, er käme jetzt über das Wasser zu uns. Wir hatten dort eine wunderbare Lobpreiszeit. Auch Dani Carmel, ein messianischer Jude, sang uns einige Lieder. Außerdem zeigte er uns mit einem Original-Fischernetz, wie die Fischer die Netze auswerfen. Genau so, wie es damals auch bei Jesus war. Wir waren alle sehr begeistert.

Dani Carmel wirft das Fischernetz aus
Dani Carmel wirft das Fischernetz aus

Daniel Müllers Predigt handelte von Petrus, als er aus dem Boot stieg als Jesus ihn rief. Sobald wir unseren Blick von Jesus abwenden, fangen wir an zu sinken. Auch heute noch ruft Gott Menschen aus ihren Booten heraus, damit sie mit ihm auf dem Wasser gehen. Wir müssen Gott vertrauen und unser Boot verlassen, in das wir bis dahin unser Vertrauen gesetzt haben. Nachdem wir wieder am Ufer waren, hatten wir eine Führung der archäologischen Funde des Jesus Bootes.

Inzwischen waren die Temperaturen auf 38 Grad C angestiegen und so freuten wir uns auf das Mittagessen in einem klimatisierten Bereich. Wir bekamen den legendären Petrusfisch, den wir am Seeufer zwischen Palmen, Fischteichen und Blumen serviert bekamen. Auch viele andere israelische Köstlichkeiten wurden aufgetischt. Verwöhnt und gestärkt fuhren wir weiter nach Kapernaum zu der Stelle an der der Hauptmann zu Jesus sagte: Herr sprich nur ein Wort und mein Knecht wird gesund. Daniel Müller führte uns vor Augen, wie viele Millionen von Worte ein Mensch in seinem Leben redet. Unsere Worte sind aber oftmals nichtssagend. Vor allem können wir mit unseren Worten nicht Leben in Existenz rufen wie Jesus. Sein Wort hat die ganze Welt erschaffen. Seine Worte haben Macht und Kraft. Gleich darauf besichtigten wir nebenan die Ausgrabungsstätte von Kapernaum.

Unser letzter Besuch galt Gasera. Dort hat Jesus den Besessenen geheilt und den Dämonen geboten in die Schweine zu fahren. Isolde Müller machte jedem Teilnehmer Mut zu Jesus zu kommen, so wie dieser Mann. Der Teufel möchte uns immer schikanieren und betrügen. Jesus aber möchte uns helfen und uns befreien von allem, was der Feind uns aufladen will.

Gleich im Anschluss fuhren wir zurück zum Kibbuzhotel Maagan. Wir genossen die freie Zeit im Pool, im See oder einfach im Liegestuhl. Es war ein wunderbarer Ausklang eines ereignisreichen Tages. Nach dem, wie immer, sehr guten Abendbuffet trafen wir uns alle am Abend wieder, um zusammen einen Gottesdienst zu feiern. Mit viel Lobpreis und einer wunderbaren Atmosphäre beschlossen wir den Tag.

6. Tag - Sonntag, 13.09.2009

Voller Vorfreude auf einen erlebnisreichen Tag gingen wir zum Frühstück. Danach stiegen wir in die Busse um nach Mensa Christi zu fahren. An diesem Ort wirkte Jesus viele Wunder. Isolde Müller sprach eindrucksvoll über das Thema Gestalte deine Zukunft. Das was du heute entscheidest, mit diesen Resultaten lebst du morgen. Worte haben Macht. Manche Christen wollen im Segen des Herrn wandeln und sprechen aber gleichzeitig Dinge aus, die aus dem Bereich des Feindes kommen. Das, was wir aussprechen, rufen wir herbei. In Spr. 18, 20 und 21 lesen wir, dass wir die Früchte unseres Mundes ernten werden. Auch Matth. 12, 36 und 37 weißt darauf hin. Wir unterschätzen die Bedeutung unsers Redens. Es wird seine Auswirkung haben.

Anschließend fuhren wir auf die Golan Höhen, wo wir einen wunderbaren Blick auf Syrien genossen. Daniel Müller brachte uns die Begebenheit nahe, wie Saulus zu Paulus wurde. Gott hatte einen Plan für Saulus und begegnete ihm auf seinem Weg nach Damaskus. Er wurde von einem fanatischen Christenhasser zu einem der leidenschaftlichsten Diener Gottes. Auch heute noch begegnet Gott Menschen. Wir alle vereinten uns im Gebet für Verwandte, Freunde, Ehepartner, Eltern und Kinder, die Jesus noch nicht gefunden haben.

Unser nächster Weg führte uns zu einer alten Ölpresse. Dort erfuhren wir, wie aus Oliven Öl hergestellt wird und wie kostbar diese Pflanze für die Gesundheit des Menschen ist. Wir nutzten die Gelegenheit, einige Olivenölprodukte zu kaufen und die verschieden Sorten des Öles zu kosten. Nach diesem Zwischenstopp fuhren wir weiter nach Bethsaida, wo Jesus einen blinden heilte. Wir lauschten interessiert der Predigt von Daniel Müller, als er dort über Heilung sprach. Wie oft stellen wir uns doch vor, wie Gott uns heilen muss und schreiben ihm vor, wie er einzugreifen hat.

Nach 200 Meter Busfahrt waren wir auch schon in einem Garten direkt neben dem Jordan angelangt. Dort war ein köstliches Essensbuffet für uns vorbereitet. So aßen wir unter anderem gebratenen Petrusfisch, Salate, Fladenbrot, den landestypischen Humus und vieles mehr. Es war ein einzigartiges Erlebnis direkt neben dem Jordan zu sitzen und zu essen. Als nächstes folgte die Kanufahrt auf dem Jordan. Viele ergriffen die Gelegenheit in einem Kanuboot ca. 2 km den Jordan hinunter zu fahren. Wir alle hatten sehr viel Spaß und werden diese Fahrt nie vergessen. Erschöpft aber glücklich fuhren wir zu unserem Kibbuzhotel zurück, wo jeder Zeit hatte sich ein wenig auszuruhen, bis wir uns um 19.00 Uhr wieder zum Abendessen trafen.

Kajak-Fahrt
Kajak-Fahrt auf dem Jordan

Am Abend war Taufgottesdienst. Wir hörten von der Wichtigkeit und dem Sinn der Taufe. Einige unserer Teilnehmer möchten übermorgen diesen Schritt tun und sich im Jordan taufen lassen.

7. Tag - Montag 14.09.2009

Dieser Tag war einer der besonderen Tage der Reise. Heute stand unter anderem der Besuch des Berg Karmel und die Sachne Quelle auf dem Programm. Nachdem wir uns mit dem Frühstuck gestärkt hatten, fuhren wir auch gleich los. Uns erwartete ein wunderbarer Ausblick und strahlender Sonnenschein auf dem Karmel. Daniel Müller schilderte uns, wie Elia sich dort gegen die 300 Baalspriester stellte und sie herausforderte. Gott aber stand hinter Elia und sandte Feuer vom Himmel. So zeigte Gott durch seinen Diener Elia, dass kein anderer Gott Wunder tun kann, wie der einzig wahre Gott. Elia war ein Prophet und Gott sprach durch ihn zu König Ahab, dass es in Israel nicht mehr regnen würde, bis er es sage. Nach 3 Jahren dann sagte Elia: Ich höre ein Rauschen. Er schickte seinen Diener um Ausschau zu halten, aber er kam zurück und sagte: Ich sehe nichts. So schickte er ihn 7 Mal und beim letzten Mal berichtete er Elia, dass eine Wolke da sei, so groß ist wie eine Manneshand. Wie auch Elia glaubte, dass Gott den Regen schicken wird, genauso fest müssen wir glauben, dass Gott auch in unserem Leben ein Wunder tut. Auch wenn wir es noch nicht sehen, müssen wir daran festhalten.

Anschließend besuchten wir das Dorf Nain. In Nain hatte Jesus den Jungen wieder zum Leben erweckt, als er auf einer Bahre auf den Friedhof getragen wurde. Jesus ging ihm direkt entgegen und durchkreuzte die Pläne des Todes. Gott möchte alle Pläne des Teufels durchkreuzen. Er möchte nicht, dass wir auf dem Friedhof landen und der Feind sein Ziel erreicht hat. Nein, Jesus geht auch uns entgegen und heilt uns. Die Gegenwart Gottes war so stark, dass spontan Heilungen geschahen. Voller Freude und Dankbarkeit stiegen wir in die Busse zum nächsten Ziel - der Sachne Quelle.

Kaum einer der Gruppe wusste, an welchem traumhaften Platz wir den Nachmittag verbringen werden. Das Wasser war sehr warm und viele nahmen die Gelegenheit wahr neben Palmen, Wasserfällen und einer traumhaften Badelandschaft zu baden. Im Park hatten wir unser Picknick und jeder fühlte sich richtig wohl.

Heisse Quellen

Gegen Abend fuhren noch auf den Berg Gilboa, wo Saul und sein Sohn Jonathan umkamen. Wir genossen den wunderbaren Ausblick und fuhren dann zurück zum Hotel. Nach dem Abendessen trafen wir uns zu einem Gottesdienst. Isolde Müller predigte über König Saul, seine Berufung und das, was er daraus machte. Eine Berufung zu haben, ist die eine Sache und in ihr zu leben, die anderen Sache.

8. Tag - Dienstag 15.09.2009

Diesen Tag werden viele Teilnehmer nicht mehr vergessen. Ein Tag voll Freude und Gegenwart Gottes. Nach dem Frühstück versammelten wir uns am Seeufer mit wunderschönen Palmen ringsherum, um das heilige Abendmahl zu feiern. Daniel Müller sprach dort über die verschiedenen Arten der Liebe und behandelte vor allem die Agapeliebe, d.h. die göttliche Liebe und im Gegensatz dazu die Fileoliebe, d.h. die menschliche Liebe, die von Gefühlen abhängig ist. Er machte uns klar, dass die Agapeliebe nicht aus uns selbst kommen kann. Nur der Heilige Geist kann uns die Agapeliebe in unser Herz geben. Wir sollen nicht nur mit der menschlichen, auf Gefühlen aufgebauten Liebe andere lieben, sondern mit Gottes Liebe. Nach dieser Predigt feierten wir das heilige Abendmahl. Alle waren ergriffen und fühlten eine göttliche Atmosphäre.

Gleich anschließend fuhren wir zum Jordan, um 19 Täuflinge in den Tod Jesu zu taufen. Dort angekommen bereiteten sich die Täuflinge auf den großen Augenblick vor. Zusammen freuten wir uns und dankten Gott für das, was er an jedem Einzelnen getan hat.

Taufe im Jordan

Schließlich fuhren wir dann in einen Park, um dort ein Picknick zu haben. Wieder gab es leckere israelische Spezialitäten, die wir unter Pinienbäumen im Schatten genossen. Gestärkt und glücklich fuhren wir nach Tiberias hinein, wo jeder Zeit hatte zu bummeln und einzukaufen oder am See spazieren zu gehen. Der weitere Tag war zur freien Verfügung. Wir hatten Sonnenschein pur bei ca. 34 Grad C und so war im Pool reger Betrieb.

Nach dem gewohnt guten Abendessen versammelten wir uns wieder zum Abendgottesdienst im Saal, wo wir eine wunderbare Aussicht auf den See haben. Wir alle kamen mit großer Erwartung, was Gott heute tun würde. Nach der Predigt, durch die unser Glaube gestärkt wurde, beteten Daniel und Isolde Müller für jeden der es wollte. Durch ihren Dienst geschahen Heilungen und Menschen erlebten Veränderung.

9. Tag - Mittwoch 16.09.2009

Den letzten Tag unserer Israelreise genossen wir in vollen Zügen. Wir können es kaum fassen, dass diese Reise schon bald zu Ende gehen wird. Nach dem Frühstück fuhren wir nach Kana, wo Jesus sein erstes Wunder wirkte. Er verwandelte bei einer Hochzeit Wasser in Wein und half somit dem Brautpaar aus einer peinlichen Situation. Daniel Müller sprach über die Wunder wirkende Kraft Gottes und dass er auch heute noch Wunder tut. Jesus kommt nie zu spät, auch wenn wir manchmal sein Eingreifen beschleunigen wollen, so wie seine Mutter Maria es versuchte. Jesus griff ein zu seiner Zeit. Voraussetzung ist, dass wir Jesus einladen in unser Leben. Wenn er da ist, kann uns nichts passieren. Wir alle beteten und dankten Gott für die Wunder, die er tut.

Danach fuhren wir zu unserem Kibbuzhotel zurück. Wir freuten uns alle auf das Picknick am See. In dieser herrlichen Umgebung zu sitzen und das Essen zu genießen, ist etwas Besonderes. Der Mittag war zur freien Verfügung. Jeder konnte tun, was er wollte: Spazieren gehen, schwimmen, Freundschaften vertiefen oder einfach nur am Seeufer sitzen. Noch einmal konnten wir beim Abendessen die landestypischen Speisen genießen und die Atmosphäre war einfach begeisternd. Um 20.00 Uhr trafen wir uns am See, um noch einmal Gott gemeinsam zu danken. Jeder konnte etwas dazu beitragen indem er Zeugnis geben konnte, was er auf dieser Reise erlebt hat. Menschen wurden verändert, geheilt und wieder hergestellt und wuchsen in der Beziehung mit Gott. Es war eine ganz besondere Reise. Ermutigt von all den Zeugnissen und erfüllt mit Dankbarkeit gingen wir zu unseren Bungalows zurück. Ein wunderbarer Tag ging zu Ende.

10. Tag - Donnerstag 17.09.2009

Es heißt Abschied nehmen. Zuvor aber konnten wir alle noch einmal das vielfältige israelische Frühstück genießen. Danach hatten wir noch genügend Zeit, um nochmals im Pool einige Runden zu drehen, spazieren zu gehen oder einfach nur am Ufer zu sitzen.

Gegen 11:00 Uhr trafen wir uns mit unseren Koffern am Bus und fuhren zum Flughafen. Von dort mussten wir uns dann wirklich von Israel verabschieden und flogen, nicht nur vollgepackt mit unserem Gepäck, sondern auch vollgefüllt mit Erinnerungen und Erlebnissen nach Hause.

Shalom Israel!


von Debora Müller

 
Kontakt
T V
Live
Spenden
Shop
Suche: